Unmögliche Risiken? Vogel legt Cern lahm!

Der Zürcher Tagesanzeiger vom 9. November 2009 liefert wieder einmal eine interessante Schlagzeile: Vogel legt Cern lahm! Das hochkomplexe Cern erlitt durch einen sehr simplen Zwischenfall einen Kurzschluss.

„Von einem Vogel fallengelassene Brotkrümel haben beim Teilchenbeschleuniger des Cern in Genf einen Kurzschluss ausgelöst. Der Vorfall ereignete sich bereits am Dienstag vergangener Woche, wie das Cern am Montag mitteilte. Die Baguettekrümel verursachten den Kurzschluss demnach bei einer externen elektrischen Anlage, die Teile des Large-Hadron-Collider (LHC) mit Strom versorgt. Wegen des Kurzschlusses sei auch ein Teil des Kühlsystems des LHC unterbrochen worden, sagte eine Cern-Sprecherin. Dadurch sei es zu einer leichten Erwärmung von der absoluten Tiefsttemperatur (minus 273 Grad Celsius) auf minus 268 Grad Celsius gekommen. Wenige Stunden nach dem Vorfall habe sich die Lage aber wieder normalisiert, die Störung sei nicht gravierend gewesen.“

Was heisst hier nicht gravierend? Es hätte ja vielleicht auch schlimmer kommen können! Lassen Sie Ihre Projektmitarbeiter bei der Risiko-Identifikation beim Brainstorming auch utopische oder komische Risiken vorschlagen, wie zum Beispiel: „Von einem Vogel fallengelassene Brotkrümel könnten beim Teilchenbeschleuniger einen Kurzschluss auslösen“. Solche Risiken stossen mindestens zum Nachdenken an und vielleicht sind sie ja doch nicht so utopisch?

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